MRSA in Deutschland: Wie verbreitet ist der Keim wirklich?

Bakterien gehören ganz natürlich zu unserem Alltag, und viele von ihnen leben friedlich auf unserer Haut oder in der Nase. Ein bekanntes Beispiel ist Staphylococcus aureus: Etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen tragen diese Bakterien dauerhaft oder zeitweise in sich – meist völlig ohne Symptome oder gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Komplizierter wird es jedoch bei der resistenten Variante, dem sogenannten Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Dieser Keim ist gegen viele gängige Antibiotika unempfindlich, was Behandlungen im Falle einer tatsächlichen Infektion erschwert. Glücklicherweise kommt MRSA in der allgemeinen Bevölkerung weit weniger häufig vor als die normale Bakterienform.

Untersuchungen zeigen, dass in Deutschland etwa 1 bis 2 Prozent der Patientinnen und Patienten bei der Aufnahme ins Krankenhaus mit MRSA besiedelt sind. Diese Zahl liegt in Kliniken naturgemäß etwas höher als im normalen Schnitt der Bevölkerung. Der Grund dafür ist naheliegend: Im medizinischen Umfeld treffen überproportional viele Risikogruppen aufeinander, etwa ältere Menschen, Personen mit offenen Wunden oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem.

Für gesunde Menschen ist eine reine Besiedlung der Haut meist harmlos. Um eine Weitergabe an geschwächte Personen zu verhindern, setzen Krankenhäuser auf gezielte Aufnahmescreenings und konsequente Hygienemaßnahmen.

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