Wie viel PS sind auf dem Bodensee erlaubt?
Wer im Sommer entspannt über den Bodensee schippern möchte, sollte wissen: Nicht jedes Boot darf einfach so aufs Wasser. Besonders für Anfänger oder Gelegenheitsfahrer gilt eine wichtige Regel – ohne Bootsführerschein darf man nur Boote mit geringer Motorleistung steuern.
Auf dem Bodensee, der Deutschland, Österreich und die Schweiz miteinander verbindet, gelten klare Vorschriften. Wer keinen Führerschein besitzt, darf nur Boote fahren, deren Motor eine Leistung von maximal 4,4 Kilowatt hat. Das klingt wenig – und ist es auch: diese Leistung entspricht gerade einmal 6 PS. Solche kleinen Boote reichen für ruhige Fahrten bei gutem Wetter, aber längere Strecken oder starken Wind meistern sie nur bedingt.
Wer mehr Leistung möchte – zum Beispiel für Wasserski oder längere Touren – braucht den amtlichen Sportbootführerschein Binnen. Ab 6 PS aufwärts wird der Führerschein verpflichtend, unabhängig vom Alter. Das gilt übrigens nicht nur am deutschen Ufer, sondern auch in den angrenzenden Gebieten Österreichs und der Schweiz, da der See gemeinsam genutzt wird.
Die Vorschriften dienen der Sicherheit auf dem Wasser. Wer unvorbereitet mit einem starken Motorboot unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere Wassersportler. Deshalb: lieber vorher prüfen, ob der Führerschein nötig ist – und bei unsicherer Technik auf die kleine, führerscheinfreie Variante mit maximal 6 PS setzen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.