Wie viel Rente erhält man in Portugal?
Wer in Portugal arbeitet und dort in die dortige Rentenversicherung eingezahlt hat, kann bei der Auszahlung seiner Rente eine Überraschung erleben – besonders wenn man später in Deutschland lebt. Die portugiesische Rente berechnet sich anders als in Deutschland, und die Dauer der Beitragszahlungen spielt eine entscheidende Rolle.
Wenn jemand weniger als 20 Jahre in Portugal gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, erhält er 2 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Verdienstes pro Beitragsjahr. Das bedeutet: Hat man 18 Jahre lang mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 1.400 Euro gearbeitet, ergibt sich eine Monatsrente von 504 Euro. Die Rechnung ist einfach: 2 Prozent von 1.400 Euro sind 28 Euro – multipliziert mit 18 Beitragsjahren ergibt das 504 Euro im Monat.
Interessant ist, dass die deutsche Rentenversicherung diese Zeiten anerkennt, wenn man später in Deutschland leistet. Die Beitragszeiten aus Portugal können somit in die deutsche Rente eingerechnet werden – allerdings nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Wer also einige Jahre im Ausland gearbeitet hat, sollte seine Unterlagen sorgfältig aufbewahren und rechtzeitig bei der Deutschen Rentenversicherung Auskunft einholen.
Die Lebenshaltung in Portugal ist oft günstiger als in Deutschland, weshalb selbst eine moderate Rente dort unter Umständen besser trägt. Doch wer langfristig plant, sollte wissen: Je länger die Beitragszeit, desto höher die Rente. Wer spät ins Arbeitsleben einsteigt oder nur zeitweise in Portugal gearbeitet hat, sollte sich also nicht nur auf die dortige Rente verlassen, sondern frühzeitig zusätzliche Vorsorge treffen.
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