Wer in Europa die Nase bei Wärmepumpen vorn hat
Wenn es um Wärmepumpen geht, zeigen die Skandinavier, wie es geht. Mit großem Abstand führt Finnland das europäische Feld an: Hier werden beeindruckende 69,4 Wärmepumpen pro 1.000 Einwohner gezählt – der höchste Wert in ganz Europa. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Förderpolitik, hoher Energiekosten und eines Klimas, der effiziente Heizlösungen nötig macht.
Hinter Finnland folgt Norwegen mit 62,2 Anlagen je 1.000 Einwohner. Auch hier ist der Umstieg auf elektrische Wärme längst Alltag: Das Land setzt seit Jahren auf erneuerbare Energien, und der Großteil des Stroms stammt aus Wasserkraft. Dazu kommt ein starkes Bewusstsein für Klimaschutz – zwei Faktoren, die den Wärmepumpenboom befeuern.
Schweden (39,3) und Dänemark (29,8) folgen auf den Plätzen, ebenfalls weit vor anderen europäischen Ländern. In Schweden etwa sind Wärmepumpen längst Standard in Neubauten, während Dänemark mit seiner dichten Fernwärme-Infrastruktur punktet – oft kombiniert mit Wärmepumpen auf industrieller Ebene.
Anderswo in Europa holt man langsam auf. Deutschland liegt derzeit deutlich zurück, doch die Zahlen steigen – getrieben durch steigende Energiepreise und politische Anreize. Doch während im Süden Europas oft noch Gasheizungen dominieren, zeigt der Norden, dass die Wärmewende machbar ist. Mit kluger Politik, passender Infrastruktur und einer Bevölkerung, die umdenkt. Die Zukunft der Heizung ist offenbar kalt – zumindest im technischen Sinne.
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