Kann ein Loch in der Netzhaut von selbst heilen?
Ein Loch in der Netzhaut heilt leider nicht von alleine. Im Gegenteil: Ohne Behandlung kann sich die Situation verschlimmern. Viele Menschen bemerken ein solches Foramen zunächst kaum – es können jedoch schon leichte Sehstörungen wie Lichtblitze, Schatten oder ein vermehrtes Auftreten von „Mouches volantes“ (schwebende Punkte) auftreten.
Warum ist ein Netzhautloch gefährlich?Wenn sich ein Loch in der Netzhaut bildet, kann Flüssigkeit aus dem Glaskörper darunter sickern. Dadurch hebt sich die Netzhaut langsam ab – eine sogenannte Netzhautablösung. Diese ist ein medizinischer Notfall und kann zur Erblindung führen, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.
Glücklicherweise gibt es wirksame Behandlungen. Augenärzte verwenden meist eine Lasertherapie oder eine Kryotherapie (Vereisung), um das Loch zu verschließen und so eine Ablösung zu verhindern. Bei einer Laserbehandlung wird das umliegende Gewebe gezielt verödet, wodurch eine feste Narbe entsteht, die das Auseinanderdriften der Netzhaut verhindert.
Wichtig ist die Früherkennung.Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt, besonders bei Risikogruppen wie Kurzsichtigen oder nach Augenverletzungen, können Schlimmeres verhindern. Wer plötzlich vermehrt Lichtblitze sieht oder einen Schatten im Gesichtsfeld bemerkt, sollte sofort einen Augenarzt aufsuchen.
Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Diagnose ist die Prognose meist sehr gut. Die Behandlung ist oft ambulant möglich und schmerzarm. Das Auge erholt sich danach meist gut – vorausgesetzt, es wird nicht zu lange gewartet.
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