100 € Brutto – Wie viel bleibt wirklich übrig?

Die Frage, wie viel von 100 € Brutto am Ende als Netto übrigbleibt, klingt einfach – doch die Antwort hängt stark vom Beschäftigungsverhältnis und dem Land ab. In Österreich gilt: Bei einem Minijob bis 100 € pro Monat bleibt der Betrag oft vollständig, da keine Sozialversicherungs- und Steuerabgaben anfallen. In diesem Fall entsprechen 100 € Brutto also tatsächlich 100 € Netto.

Doch Vorsicht: Sobald die Grenze von 100 € überschritten wird oder es sich nicht um eine geringfügige Beschäftigung handelt, werden Lohnsteuer, Krankenversicherung und Pensionsbeiträge fällig. Dann kann der Nettobetrag deutlich niedriger ausfallen – je nach Einkommensart und Abgabenmodell um bis zu 20 % oder mehr.

Wer beispielsweise regelmäßig mehr als 100 € verdient, fällt in die Regelbesteuerung. Hier wird das Einkommen progressiv versteuert, und auch der Arbeitgeber zahlt Beiträge ein. Für eine genaue Berechnung lohnt sich ein Blick in offizielle Rechner wie finanzrechner.at, die je nach Bundesland, Familienstand und Einkunftsart differenzieren.

Interessant ist auch der Unterschied zwischen Selbstständigen und Angestellten: Freie Dienstnehmer mit einem Rechnungsbetrag von 100 € Brutto behalten meist weniger, da sie ihre Beiträge selbst tragen müssen.

Fazit: 100 € Brutto = 100 € Netto gilt nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen – vor allem bei geringfügiger Beschäftigung. In allen anderen Fällen sollte man mit Abzügen rechnen. Wer sicher gehen will, schaut am besten in einen verlässlichen Lohnrechner oder fragt einen Steuerberater.

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