Sonderurlaub beim Todesfall der Schwiegermutter: Was ist drin?

Ein Todesfall in der Familie ist immer eine schwere Zeit – und bringt neben Trauer auch praktische Fragen mit sich. Eine davon: Wie viel Sonderurlaub steht mir zu, wenn meine Schwiegermutter verstirbt?

In Deutschland gibt es kein gesetzliches Recht auf bezahlten Sonderurlaub für den Tod von Schwiegereltern. Das bedeutet: Formal gesehen besteht kein Anspruch. Doch in der Praxis handhaben viele Arbeitgeber das mit menschenfreundlicher Kulanz. Besonders wenn die familiäre Bindung eng war, wird oft ein bis zwei Tage Freistellung gewährt.

Der Verwandtschaftsgrad spielt hier eine Rolle. Während bei engsten Angehörigen wie Ehepartnern oder Kindern meist drei Tage üblich sind, sieht es bei Schwiegereltern anders aus. Dennoch: Wer seit Jahren im Betrieb ist und eine gute Beziehung zum Chef pflegt, hat gute Chancen, kurzfristig freizubekommen.

Typischerweise gewähren Arbeitgeber einen Tag für den Todestag und einen weiteren für die Beerdigung – insgesamt also zwei Tage unbezahlten Sonderurlaub. Ob das tatsächlich genehmigt wird, hängt aber stark von der Unternehmenskultur und der individuellen Situation ab.

Tipp: Klär das Gespräch offen mit deinem Vorgesetzten. In den meisten Fällen zeigt sich dann doch Verständnis. Auch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen können Sonderurlaubsregelungen enthalten – lohnt sich, nachzufragen.

Am besten: Trauern lassen, wo es nötig ist – und sich im Vorfeld über die Möglichkeiten im eigenen Betrieb informieren.

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