Arbeitszeiten auf einem Kreuzfahrtschiff: Der Alltag an Bord

Wer von einer Karriere auf hoher See träumt, verbindet dies oft mit fernen Ländern und dem Rauschen der Wellen. Doch die Realität hinter den Kulissen eines Kreuzfahrtschiffes verlangt den Angestellten ein enormes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen ab. Die Arbeitszeiten auf dem Schiff unterscheiden sich grundlegend von gewöhnlichen Jobs an Land.

Ein wesentlicher Unterschied ist die ständige Einsatzbereitschaft. Der Aufstieg an Bord ist generell ganzjährig an jedem Tag des Monats möglich, da die schwimmenden Hotels niemals schlafen. Sobald die Vertragslaufzeit beginnt, gibt es kaum noch eine Trennung zwischen Freizeit und Beruf. Fast alle Angestellten müssen sieben Tage die Woche arbeiten. Ein klassisches Wochenende oder freie Tage am Stück existieren während der monatelangen Verträge in der Regel nicht.

Auch die tägliche Belastung ist intensiv: Zehn bis zwölf Stunden Tage sind üblich und gehören im maritimen Gastgewerbe zum Standard. Diese Stunden werden zudem häufig in sogenannte Teilschichten aufgeteilt, sodass man über den gesamten Tag verteilt im Einsatz ist. Ob in der Küche, im Service, im Entertainment oder im Kabinenbereich – die Crews arbeiten ununterbrochen, um den Passagieren einen perfekten Urlaub zu bieten.

Trotz der extremen Arbeitsbelastung und des Verzichts auf geregelte Freizeit schätzen viele Crewmitglieder die Erfahrung. Man reist um die Welt, knüpft internationale Freundschaften und spart Lebenshaltungskosten, da Unterkunft und Verpflegung gestellt werden. Dennoch bleibt das Leben an Bord ein Knochenjob, der eine hohe körperliche und mentale Belastbarkeit erfordert.

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