Wie häufig ist ein zweiter Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist bereits schwer genug – doch bei bis zu 15 Prozent der Betroffenen tritt innerhalb der folgenden Jahre ein zweiter auf. Diese Zahl zeigt, wie wichtig Prävention und langfristige medizinische Betreuung sind. Besonders gefährlich: Ein erneuter Schlaganfall trifft oft auf ein Gehirn, das noch mit den Folgen des ersten Ereignisses kämpft.

Was dann im Gehirn passiert, war lange unklar. Kann es sich nach einem zweiten Treffer noch einmal anpassen? Gibt es noch Heilungspotenzial? Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Anpassungsfähigkeit des Gehirns – die sogenannte Plastizität – auch nach einem zweiten Schlaganfall teilweise erhalten bleibt. Das bedeutet: Selbst nach erneutem Hirnschaden können Nervenzellen Wege finden, um Funktionen neu zu organisieren. Doch diese Fähigkeit ist begrenzt und hängt stark vom Alter, der allgemeinen Gesundheit und der Intensität der Rehabilitation ab.

Die Folgen eines zweiten Schlaganfalls sind oft schwerwiegender als die des ersten. Dazu gehören stärkere körperliche Einschränkungen, Sprachprobleme oder Gedächtnisverlust. Um das Risiko zu senken, ist es entscheidend, bekannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder Bewegungsmangel systematisch anzugehen.

Regelmäßige Kontrollen, Medikamente zur Blutverdünnung und ein gesunder Lebensstil können das Wiederauftreten deutlich verringern. Wer bereits einmal einen Schlaganfall erlitten hat, sollte besonders wachsam sein – denn das Gehirn braucht nicht nur Heilung, sondern auch Schutz.

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