Urlaub in den USA: Wenig gesetzlichen Schutz für Arbeitnehmer

Im internationalen Vergleich schneiden die USA bei der Anzahl bezahlter Urlaubstage deutlich schlechter ab als die meisten anderen Industrieländer. Während in vielen europäischen Ländern der bezahlte Urlaub gesetzlich garantiert ist, sieht die Lage in den Vereinigten Staaten ganz anders aus.

Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenes Recht auf bezahlten Erholungsurlaub – weder auf Bundesebene noch in den einzelnen Bundesstaaten. Das bedeutet: Wie viele Tage ein Arbeitnehmer pro Jahr frei machen darf, hängt vollständig von der Unternehmenspolitik des jeweiligen Arbeitgebers ab. Manche Firmen bieten zwar zwischen zwei und vier Wochen Urlaub pro Jahr an, andere gar keine.

Was die Feiertage angeht, sind die USA etwas besser gestellt: Zwar kennt man dort keine gesetzlichen Ansprüche auf Feiertagsruhe, aber viele Unternehmen schließen an zehn offiziellen Feiertagen – wie Thanksgiving, Independence Day oder Weihnachten – ihre Türen und zahlen weiter. Diese Tage sind jedoch oft unverhandelbar und ersetzen keinen regulären Urlaub.

Im Gegensatz dazu schreibt beispielsweise die EU vor, dass Arbeitnehmer mindestens 20 Werktage bezahlten Urlaub pro Jahr haben müssen. In Deutschland sind es sogar meist 20 bis 30 Tage, je nach Bundesland und Beschäftigungsverhältnis. Die USA liegen damit, wie eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigt, im internationalen Ranking ganz hinten – nicht nur was die gesetzliche Absicherung angeht, sondern auch im Hinblick auf die tatsächliche Erholungszeit ihrer Arbeitnehmer.

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