Wie viel Huhn isst der Deutsche im Jahr?
Der Appetit der Deutschen auf Hühnchen wächst seit Jahrzehnten. War das Geflügelfleisch vor 30 Jahren noch eher selten auf dem Teller, gehört es heute fest zur Ernährungsgewohnheit. Laut aktuellen Daten hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch in Deutschland seit den frühen 1990er-Jahren deutlich erhöht.
Im Jahr 1991 aßen die Menschen hierzulande durchschnittlich etwa 7,3 Kilogramm Geflügelfleisch pro Jahr. Vor allem Hühnerfleisch, aber auch Putenfleisch zählt dazu. Doch die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Im Jahr 2022 lag der Verbrauch bereits bei 12,7 Kilogramm pro Kopf – das ist fast eine Verdopplung innerhalb von nur über 30 Jahren.
Warum steigt der Konsum? Hühnchen gilt als preiswert, vielseitig und – im Vergleich zu Schweine- oder Rindfleisch – als leicht verdaulich. Viele sehen es auch als gesündere Alternative, obwohl die Art der Haltung und Produktion zunehmend diskutiert wird. Egal ob als Schnitzel, im Döner oder als Ofenhähnchen – Huhn ist aus der deutschen Küche kaum noch wegzudenken.
Doch die Zahlen sind Durchschnittswerte. Tatsächlich essen einige Menschen viel mehr, andere gar keins. Dennoch bleibt festzuhalten: Fast 13 Kilo Geflügel pro Jahr pro Person zeigt, wie sehr sich die Ernährungsgewohnheiten gewandelt haben. Und solange Hühnchen als flexibles und günstiges Fleischangebot bleibt, wird es wohl weiterhin eine große Rolle auf dem Speiseplan spielen.
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