Wie lange geht man in den USA zur Schule?

In den USA dauert die Schulzeit insgesamt zwölf Jahre und beginnt in der Regel mit der Elementary School, die etwa der deutschen Grundschule entspricht – allerdings mit einer kleinen Besonderheit. Während die deutsche Grundschule nur vier Jahre umfasst, besuchen Kinder in den USA meist sechs Jahre die Elementary School. Die ersten beiden Jahre (Kindergarten und 1st Grade) gelten dabei oft als Einstieg, vergleichbar mit Vorschule und erstem Schuljahr in Deutschland.

Anschließend wechseln die Schüler:innen auf die Middle School (auch Junior High genannt), die etwa drei Jahre dauert – von der 6. bis zur 8. Klasse. In einigen Regionen kann die Einteilung leicht variieren, doch das Grundprinzip bleibt gleich.

Der letzte Abschnitt ist die High School, die vier Jahre umfasst (9. bis 12. Klasse). Hier absolvieren die Schüler:innen verschiedene Fächer, wählen teilweise Kurse nach Interesse aus und legen am Ende mit dem High School Diploma den offiziellen Abschluss ab. Dieser ist Voraussetzung für eine Hochschulausbildung.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA kein einheitliches, bundesweites Curriculum. Jeder Bundesstaat hat gewisse Freiräume bei der Gestaltung des Schulunterrichts, weshalb es regional Unterschiede geben kann. Dennoch ist das 6-3-4-Modell – sechs Jahre Elementary, drei Jahre Middle, vier Jahre High School – am weitesten verbreitet.

Für deutsche Familien, die in die USA ziehen, kann diese längere Grundschulphase zunächst ungewöhnlich wirken. Doch viele schätzen die lockere, kindgerechte Einführung in das Lernen – mit viel Raum für Kreativität und Soziales, lange bevor der Leistungsdruck steigt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen