Wer bekommt in Deutschland eine 2000-Euro-Rente?
Im Jahr 2020 bezogen rund 21,2 Millionen Menschen in Deutschland eine Altersrente. Doch nur eine kleine Minderheit kann sich über eine monatliche Rente von 2000 Euro und mehr freuen. Bereits 2015 zeigte sich: Lediglich 97.271 Rentner – also gerade einmal 0,5 Prozent – erhielten solch eine hohe Summe. Seitdem hat sich an dieser Ungleichheit kaum etwas geändert.
Die durchschnittliche Rente in Deutschland liegt deutlich niedriger. Viele Senioren leben mit weniger als 1500 Euro im Monat, besonders im Osten Deutschlands ist die durchschnittliche Rente geringer als im Westen. Eine 2000-Euro-Rente ist daher eher die Ausnahme. Wer so viel bekommt, hat meist Jahrzehnte lang in gut bezahlten Berufen gearbeitet, oft in leitenden Positionen, im öffentlichen Dienst mit Zusatzversorgung oder in kapitalgedeckten Rentensystemen wie der Ärzte- oder Zahnärztekammer.
Wer heute in die Rente geht, muss oft mit weniger rechnen als erhofft. Die gesetzliche Rentenversicherung allein reicht selten für eine sichere Altersversorgung. Viele setzen daher zusätzlich auf betriebliche oder private Altersvorsorge. Doch nicht alle können oder wollen entsprechend viel einzahlen – so wächst die Angst vor Altersarmut.
Die Zahl derer mit einer hohen Rente bleibt also sehr überschaubar. Eine 2000-Euro-Rente ist kein Standard, sondern ein Privileg weniger. Die große Mehrheit der Rentner in Deutschland lebt davon weit entfernt – und muss oft jeden Euro umsichtig einsetzen.
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