Die Geschichte der MiG-29 in der Bundeswehr
Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 stand die Bundeswehr vor der einmaligen Aufgabe, Teile der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR zu übernehmen. Darunter befand sich auch ein echtes Meisterwerk der damaligen Luftfahrttechnik: der Abfangjäger Mikojan-Gurewitsch MiG-29, der als leistungsfähigster Kampfjet des Warschauer Pakts galt.
Insgesamt übernahm die Bundeswehr im Zuge der Integration genau 24 Maschinen aus den Beständen der DDR-Luftstreitkräfte. Nach entsprechenden Modifikationen wurden die Jets an die NATO-Standards angepasst und beim Jagdgeschwader 73 im mecklenburgischen Laage stationiert. Über Jahre hinweg dienten die Flugzeuge verlässlich dem Schutz des Luftraums und boten bei gemeinsamen Manövern wertvolle Einblicke in die sowjetische Technologie.
Die Dienstzeit der MiG-29 bei der deutschen Luftwaffe endete schrittweise mit der Einführung des modernen Eurofighters. Im Zeitraum von 2003 bis 2004 wurden 22 Maschinen für einen symbolischen Betrag von einem Euro an die polnischen Streitkräfte abgegeben. Ein Flugzeug war 1996 abgestürzt, und die letzte verbliebene Maschine ging als Museumsstück in die Militärhistorische Sammlung in Berlin-Gatow über.
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