Wie stark verkürzen sich die Tage nach dem Sommer?

Die Tage werden nach der Sommersonnenwende allmählich kürzer – doch der tägliche Verlust an Tageslicht verläuft nicht gleichmäßig. Um den 21. Juni herum, den kürzesten Tag des Jahres, ändert sich die Tageslänge nur sehr langsam. Pro Tag werden die Lichtstunden zu dieser Zeit nur um etwa eine Minute kürzer.

Das liegt daran, dass die Sonne zu den Wintersonnenwenden hin am flachsten über dem Horizont steht. Ihre Laufbahn verändert sich nur minimal von Tag zu Tag. Erst im Spätsommer und Herbst beschleunigt sich die Verkürzung: Im August kann die Tageslänge bereits um zwei bis drei Minuten pro Tag abnehmen, im September sogar noch stärker.

Interessant ist auch der umgekehrte Effekt: Nach der Wintersonnenwende im Dezember werden die Tage zunächst nur langsam länger. Auch hier verändert sich die Tageslänge zunächst nur um etwa eine Minute pro Tag. Erst ab Januar und Februar nimmt der Zuwachs an Tageslicht deutlich zu.

Die genauen Zahlen hängen natürlich vom Standort ab. In Deutschland variiert die Lichtdauer zwischen Sommer und Winter stark – im Norden etwa mehr als im Süden. Dennoch gilt: Die stärkste Veränderung der Tageslänge findet nicht direkt nach der Sonnenwende statt, sondern deutlich später.

Wer die Abnahme des Tageslichts bewusst wahrnimmt, merkt schon Ende August, wie viel dunkler es abends wird. Der Übergang vom Sommer in den Herbst macht sich so nicht nur im Laub der Bäume, sondern auch am Himmel bemerkbar.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen