Wie viele Schläge erhielt Jesus bei der Geißelung?
Die Frage, wie viele Schläge Jesus während seiner Geißelung erlitt, beschäftigt Gläubige und Forscher seit Jahrhunderten. Im jüdischen Recht war die Zahl der Schläge auf 40 begrenzt – in der Praxis jedoch nur 39, um das Gesetz nicht zu überschreiten. Diese Regelung fand sich im 5. Buch Mose und diente als Schutz vor übermäßiger Bestrafung.
Doch bei der Geißelung Jesu waren es nicht die Juden, sondern die römischen Soldaten, die das Urteil vollstreckten. Das römische Strafrecht kannte keine solche Beschränkung. Die Geißelung war damals eine grausame Vorstufe zur Kreuzigung und oft lebensbedrohlich. Die Peitschen, sogenannte flagrum, hatten oft Metallstücke oder Knochen am Ende, die bei jedem Schlag die Haut aufrissen.
Die Bibel berichtet von der Geißelung Jesu, nennt aber keine genaue Zahl der Schläge. Die Evangelien beschreiben lediglich, dass er schwer misshandelt wurde – eine Behandlung, die damals darauf abzielte, den Delinquenten vor der Hinrichtung bereits fast zu töten.
Da keine historischen Quellen die genaue Zahl überliefern, bleibt sie unbekannt. Was jedoch klar ist: Die Geißelung war ein zentraler und äußerst schmerzhafter Teil von Jesu Leiden, symbolisch wie physisch. Sie steht bis heute als Ausdruck grenzenloser Hingabe und Leidensbereitschaft im Zentrum des christlichen Glaubens.
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