Was passiert bei Leberzirrhose?
Bei einer Leberzirrhose ist die Leber über Jahre hinweg so stark geschädigt, dass gesundes Gewebe allmählich abgestorben und durch Narbengewebe ersetzt wird. Man spricht deshalb auch von einer „Schrumpfleber“, weil die Leber im fortgeschrittenen Stadium tatsächlich an Größe verliert und ihre Funktion zunehmend beeinträchtigt ist.
Ursachen sind vielfältig, doch am häufigsten spielen langjähriger Alkoholmissbrauch oder eine chronische Hepatitis – also eine Entzündung der Leber – eine Rolle. Auch Fettleber oder Autoimmunerkrankungen können zur Zirrhose führen, oft über lange Zeit unbemerkt.Im Anfangsstadium zeigt der Körper kaum Symptome. Viele bemerken lediglich eine leichte Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Doch mit der Zeit kann sich das Bild verschlechtern: Es kommt zu Gewichtsverlust, Appetitmangel, einer aufgeblähten Bauchgegend (Bauchwasser, sogenannter Aszites) oder sogar Gelbfärbung der Haut – dem sogenannten Ikterus.
Die Leber kann sich bei einer Zirrhose nicht mehr regenerieren. Doch das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich stoppen oder zumindest verlangsamen – besonders, wenn die zugrunde liegende Ursache früh erkannt und behandelt wird. Wer beispielsweise bei alkoholbedingter Leberschädigung komplett auf Alkohol verzichtet, kann die Funktion der verbliebenen Leberzellen oft noch lange erhalten.Die Therapie richtet sich immer nach der Ursache und dem Schweregrad. In schweren Fällen bleibt oft nur eine Lebertransplantation. Wichtig ist: Früherkennung rettet Leben. Wer Risikofaktoren wie regelmäßigen Alkoholgenuss oder chronische Lebererkrankungen hat, sollte seine Leberwerte regelmäßig kontrollieren lassen.
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