Wie viele Stunden darf man maximal arbeiten?

Immer wieder fragen sich Arbeitnehmer, wie lange sie eigentlich pro Woche oder Jahr arbeiten dürfen. Die Antwort findet sich im deutschen Arbeitszeitgesetz: Die maximale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 48 Stunden. Das gilt für bis zu 48 Wochen im Jahr – denn jeder Arbeitnehmer hat gesetzlich mindestens vier Wochen Urlaub, was insgesamt 20 freie Werktage ergibt.

Rechnet man das hoch, ergibt sich eine jährliche Höchstarbeitszeit von 2.304 Stunden. Allerdings ist wichtig zu wissen: Diese 48 Stunden sind der absolute Obergrenze. In der Praxis arbeiten viele Menschen deutlich weniger – oft 35 bis 40 Stunden pro Woche, besonders in tarifgebundenen Branchen.

Das Gesetz sieht allerdings auch Ausnahmen vor: Unter bestimmten Bedingungen, wie bei kritischen Einsatzberufen oder in der Industrie, kann die Arbeitszeit kurzfristig überschritten werden – allerdings nur, wenn der Arbeitnehmer damit einverstanden ist und der Gesundheitsschutz gewahrt bleibt. Auch muss im Durchschnitt über einen längeren Zeitraum (meist sechs Monate oder 24 Wochen) die 48-Stunden-Grenze eingehalten werden.

Wichtig ist außerdem die tägliche Ruhezeit: Arbeitnehmer müssen in der Regel mindestens elf Stunden ununterbrochen frei haben, bevor die nächste Schicht beginnt. Auch Pausen sind gesetzlich geregelt – bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit muss mindestens eine Pause eingelegt werden.

Wer das Gefühl hat, überlastet zu sein oder systematisch mehr als erlaubt arbeitet, sollte das mit dem Arbeitgeber klären – oder sich an den Betriebsrat oder eine Beratungsstelle wenden. Denn das Arbeitszeitgesetz dient vor allem einem Ziel: dem Schutz der Gesundheit und der Work-Life-Balance.

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