Wie wird der Oktopus gefangen?

Der Oktopus wird in der traditionellen, kleinteiligen Fischerei meist mit einfachen und umweltschonenden Methoden gefangen. Besonders verbreitet sind sogenannte Oktopus-Fallen – kleine, korbähnliche Konstruktionen aus Holz oder Draht, die am Meeresgrund versenkt werden. Die Tintenfische werden von diesen versteckten Hohlräumen angezogen, da sie natürliche Verstecke suchen. Sobald sie hineinkriechen, lassen sie sich leicht bergen.

Handleinen sind eine weitere gängige Methode, vor allem in Mittelmeerländern wie Griechenland, Kroatien oder Marokko. Hierbei wird eine Schnur mit Ködern am Grund ausgelegt, die gezielt Oktopusse lockt. Beide Verfahren zeichnen sich durch eine sehr geringe Belastung des Meeresbodens aus – im Gegensatz zu schweren Schleppnetzen, die empfindliche Lebensräume zerstören können.

Ein großer Vorteil dieser Fangmethoden: Beifänge sind selten. Wenn doch mal ein anderes Tier in die Falle gerät, etwa ein Krebs oder ein harmloser Fisch, kann es meist unversehrt zurück ins Wasser gelassen werden. Das macht die handwerkliche Oktopus-Fischerei besonders nachhaltig.

Der WWF empfiehlt in seinem Fischratgeber, auf nachhaltig gefangene Meeresfrüchte zu achten – und beim Oktopus auf Produkte aus traditioneller Fischerei zu setzen. Wer beim Einkauf oder im Restaurant darauf achtet, unterstützt nicht nur gesunde Meeresökosysteme, sondern auch kleine Fischerdörfer, die seit Generationen mit Respekt vor dem Meer leben.

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