ME/CFS: Wenn Erschöpfung mehr als nur Müdigkeit ist
Das chronische Erschöpfungssyndrom ist in der Fachwelt als Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) bekannt. Es handelt sich dabei keineswegs um eine alltägliche Müdigkeit, die sich durch Erholung oder ausreichend Schlaf beheben lässt. Vielmehr ist ME/CFS eine schwere, komplexe Multi-System-Erkrankung, die das Leben der Betroffenen drastisch verändert.
Als häufigster Auslöser gilt eine akute Infektionserkrankung. Viele Erkrankte berichten, dass ihre Beschwerden nach einem Infekt – wie einer Grippe, dem Pfeifferschen Drüsenfieber oder einer COVID-19-Erkrankung – nie wieder vollständig abgeklungen sind.
Ein zentrales Merkmal der Krankheit ist die sogenannte Post-Exertional Malaise (PEM). Darunter versteht man eine deutliche und oft langanhaltende Verschlechterung aller Symptome bereits nach minimaler körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung. Neben extremer Kraftlosigkeit leiden Betroffene häufig unter Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen, Schwindel sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.
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