Wie Arbeitslosigkeit die Rente beeinflusst
Wer einmal arbeitslos ist, fragt sich oft, wie sich das auf die spätere Rente auswirkt. Grundsätzlich zählen Phasen der Arbeitslosigkeit zum Versicherungsverlauf in der gesetzlichen Rentenversicherung – aber nicht zu den bestverdienenden Jahren. Das bedeutet: Die Zeit wird anerkannt, aber nicht so hoch bewertet wie volle Erwerbsphasen mit Beiträgen auf Lohn- oder Gehaltsniveau.
Wichtig ist: Wer Arbeitslosengeld I bezieht, ist weiterhin pflichtversichert in der Rentenversicherung. Die Agentur für Arbeit zahlt während dieser Zeit Beiträge, die auf Ihr vorheriges Einkommen basieren. Diese Beiträge sorgen dafür, dass die Zeit später in der Rentenberechnung berücksichtigt wird. So entstehen keine Lücken im Versicherungsverlauf.
Dennoch kann längere Arbeitslosigkeit die spätere Rente indirekt mindern, weil in diesen Zeiten weniger als sonst eingezahlt wird. Wer häufig oder lange arbeitslos ist, erhält daher unter Umständen eine geringere Rente – besonders wenn es danach nicht mehr gelingt, über viele Jahre hinweg gut bezahlte Arbeit zu finden.
Ein kurzer Arbeitslosenabschnitt bleibt meist ohne große Auswirkungen. Kritisch wird es erst bei mehrjährigen Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit, vor allem wenn keine anderen rentenmindernden Zeiten, wie Kindererziehung oder Ausbildung, dazukommen. Wer unsicher ist, kann bei der Deutschen Rentenversicherung eine kostenlose Renteninformation anfordern und sich über seinen aktuellen Stand beraten lassen.
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