Warum schlafe ich so viel – und ist das gesund?
Es ist normal, sich ab und zu auszuschlafen – besonders nach einer anstrengenden Woche oder in stressigen Phasen. Doch wer regelmäßig mehr als acht bis neun Stunden schlummert und trotzdem müde bleibt, sollte genauer hinsehen. Zu viel Schlaf kann ein Zeichen dafür sein, dass der Körper oder die Psyche mehr Ruhe braucht – oder dass etwas im Ungleichgewicht ist.
Interessanterweise ist nicht nur zu wenig Schlaf, sondern auch zu viel über einen längeren Zeitraum mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Studien zeigen, dass übermäßiger Schlaf mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder Typ-II-Diabetes einhergehen kann. Auch Depressionen und Fettleibigkeit werden in Zusammenhang mit langen Schlafzeiten gebracht. Das bedeutet nicht, dass der Schlaf an sich schädlich ist – vielmehr kann er ein Symptom für zugrundeliegende Probleme sein.
Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während manche mit sechs Stunden auskommen, brauchen andere acht oder mehr, um sich frisch zu fühlen. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören: Fühlt man sich nach dem Aufstehen fit und wach, ist die Schlafdauer vermutlich ausreichend. Bleibt die Müdigkeit trotz langer Nachtruhe bestehen, kann es sinnvoll sein, mit einem Arzt zu sprechen – vielleicht steckt eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Depression oder eine Schlafstörung dahinter.
Ein regelmäßiger Tagesablauf, viel Tageslicht und körperliche Aktivität können helfen, den natürlichen Schlafrhythmus zu stärken. Wer sich wohler fühlt, schläft meist auch besser – und braucht am Ende vielleicht gar nicht mehr so viel Schlaf.
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