Die perfekte Trinktemperatur für Grappa
Ob nach einem feinen Essen oder in geselliger Runde: Grappa gehört zu den bekanntesten italienischen Digestifs. Doch wie genießt man die edle Trester-Spirituose richtig – warm oder gekühlt?
Entgegen einer weit verbreiteten Vermutung wird Grappa keinesfalls warm getrunken. Die ideale Serviertemperatur hängt maßgeblich vom Alter und Charakter des Destillats ab. Für jungen, klaren Grappa empfiehlt sich eine kühle Trinktemperatur zwischen 9° und 13° Celsius. Das hat einen praktischen Grund: Je kühler der Grappa serviert wird, desto moderater und weniger scharf nimmt man den Alkoholgeruch wahr. Allerdings sollte er nicht eiskalt sein, da extrem niedrige Temperaturen auch das Aroma leicht verfälschen können.
Bei gereiftem Grappa, der lange Zeit im Holzfass gelagert wurde, sieht das anders aus. Solche fassgereiften Tropfen entfalten ihr komplexes Bouquet aus Holz-, Vanille- und Trockenfruchtnoten erst bei leicht gekühlter Zimmertemperatur von etwa 15° bis 18° Celsius optimal.
Um das Geschmackserlebnis abzurunden, wird Grappa am besten in einem leicht tulpenförmigen Glas serviert. So können sich die feinen Nuancen ideal entfalten und aufsteigen, ohne dass die Alkoholdämpfe den Raum überlagern.
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