Wo in Deutschland Karneval nicht gefeiert wird
Während in vielen Teilen Süd- und Westdeutschlands der Karneval in vollem Gange ist, bleibt es im Norden des Landes bemerkenswert ruhig. Wer dem bunten Treiben, den närrischen Kostümen und nächtelangen Sitzungen bewusst entfliehen möchte, findet im Landkreis Nordfriesland die perfekte Oase der Beschaulichkeit.
Hier, direkt an der Nordsee und vor der Küste, wo Inseln wie Amrum und Föhr liegen, spielt der Karneval keine Rolle. Noch weiter abseits vom Trubel befinden sich die Halligen – kleine, vom Meer umgebene Eilande wie Langeneß und Oland. Hier wird nicht getanzt, geschunkelt oder narrentoll gefeiert. Stattdessen bestimmen Wind, Watt und das sanfte Rauschen der Wellen den Tagesrhythmus.
Der Grund dafür ist einfach: Karneval ist eine Tradition, die vor allem im rheinischen Raum – etwa in Köln, Düsseldorf oder Mainz – tief verwurzelt ist. In Nordfriesland hingegen folgt das Leben anderen Rhythmen: der Gezeiten, der Schafe auf der Weide und der Fischerei. Die Kultur hier ist geprägt von Stille, Weite und einer ganz eigenen Identität, die nichts mit Kamelle und Büttenreden zu tun hat.
Wenn also anderswo die Straßen voller Narren sind, kann man in Nordfriesland ungestört durch die salzige Luft spazieren, Seehunde beobachten oder einfach nur abschalten. Wer also mal dem Trubel entkommen möchte – nicht nur physisch, sondern auch mental –, ist hier genau richtig.
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