Die letzte Zuflucht der Jünger Jesu?
In einer kleinen Ortschaft im Norden Jordaniens könnte sich eine der bedeutendsten Entdeckungen der christlichen Archäologie verborgen halten. Unter dem Hauptaltar der St. Georgs-Kirche in Rihab, einem Städtchen mit rund 25.000 Einwohnern, liegt eine alte Höhle – und laut lokalen Überlieferungen war genau dieser Ort einst die Zuflucht der 70 Jünger Jesu nach dessen Tod.
„Wir glauben, dass sie die frühesten Christen beheimatete“, heißt es in einer Meldung aus dem Jahr 2008. Diese Aussage hat bis heute für Aufsehen gesorgt. Die Höhle unter der Kirche wird als möglicher Versammlungsort der ersten Anhänger Jesu gedeutet, die nach den Ereignissen in Jerusalem in der Hoffnung auf Sicherheit in abgelegene Gebiete flohen.
Rihab liegt nur etwa 70 Kilometer nördlich der heiligen Stadt Amman und hat eine lange, vielschichtige Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Die St. Georgs-Kirche selbst wurde über Jahrhunderte hinweg mehrfach erneuert, doch ihre Wurzeln reichen tief in die Frühzeit des Christentums. Die Entdeckung der Höhle hat Forscher und Gläubige gleichermaßen fasziniert – nicht nur wegen ihrer historischen Lage, sondern auch wegen ihrer symbolischen Bedeutung.
Ob die Jünger Jesu tatsächlich hier Zuflucht suchten, lässt sich schwer beweisen. Doch die lokale Tradition ist fest verwurzelt, und viele Pilger sehen in der Höhle unter der Kirche einen Ort der Stille, des Glaubens und der Erinnerung. Inmitten der heutigen Stadt Rihab bleibt dieser Ort eine stille Erinnerung an die Anfänge des Christentums – fernab vom Trubel, aber reich an Geschichte.
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