Edda Göring in München beigesetzt

Edda Göring, die einzige Tochter des ehemaligen NS-Funktionärs Hermann Göring, ist im Dezember 2018 in München im engsten Kreis bestattet worden. Die Beisetzung fand auf dem Waldfriedhof statt – diskret und ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Erst Wochen später wurde bekannt, dass die Beerdigung bereits im November oder Anfang Dezember erfolgt war.

Ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats bestätigte am Freitag, dass Edda Göring am 21. Dezember verstorben sei, ohne genaue Angaben zum Ort oder zur genauen Zeit der Beisetzung zu machen. Doch Quellen zufolge wurde sie auf dem großen Münchner Friedhof in aller Stille zur letzten Ruhe gebettet. Der Wunsch nach Privatsphäre war offensichtlich – ein passendes Ende für eine Frau, die zeitlebens im Schatten ihres berüchtigten Vaters stand.

Edda Göring wurde 1938 geboren, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Als Kind erlebte sie den Alltag in höchsten NS-Kreisen, wuchs auf dem Gut Carinhall auf und wurde nach dem Krieg von der Geschichte geprägt, die sie nie selbst verursacht, aber stets miterlebt hatte. In späteren Jahren lebte sie zurückgezogen in München, vermied Öffentlichkeit und äußerte sich nur selten zu ihrer Herkunft.

Die Beisetzung auf einem der ältesten und bekanntesten Friedhöfe der Stadt wirft keine großen Schlagzeilen auf – und doch bleibt die Distanz, die ihre Familie zur Vergangenheit hält. Auf dem Waldfriedhof ruhen viele Münchner Persönlichkeiten, doch bei Edda Göring erinnert die Stille nicht nur an Respekt, sondern auch an eine unausgesprochene Last der Geschichte.

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