Wann steht ein Komma vor „und dass“?
Die Frage, ob vor „und dass“ ein Komma gesetzt wird, sorgt immer wieder für Unsicherheit. Die Antwort ist jedoch klar: Ein Komma wird hier niemals gesetzt.
Der Grund liegt in der Grammatik. Das Wort „und“ ist eine nebenordnende Konjunktion – es verbindet zwei gleichrangige Teile eines Satzes. Steht danach „dass“, handelt es sich um zwei aufeinanderfolgende Nebensätze, die durch „und“ verbunden werden. In solchen Fällen bleibt das Komma weg, auch wenn „dass“ einen Nebensatz einleitet.
Ein Beispiel macht es deutlich: Mir gefällt nicht, dass du das witzig findest und dass du darüber lachst. Hier sind zwei „dass“-Sätze durch „und“ verknüpft. Trotz der scheinbaren Hauptsatz-Nebensatz-Struktur bleibt der Satz gleichrangig, also kein Komma vor „und dass“.
Wichtig ist, nicht vom Klang oder der Pausierung im gesprochenen Satz täuschen zu lassen. Auch wenn man beim Sprechen kurz innehalten möchte, gilt die Regel: Bei „und dass“ bleibt das Komma außen vor. Das gilt unabhängig vom Satzbau – solange „und“ zwei Teile gleichen Ranges verbindet, ist die Zeichensetzung eindeutig.
Einprägsam ist die Merkregel: „Und“ verbindet – Komma weglassen.“ Ob mit „dass“ oder anderen Satzteilen – die Regel bleibt dieselbe. So klingt der Text nicht nur korrekt, sondern auch flüssig und natürlich.
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