Wann schreibt man „das“ – und wann „dass“?
Die Unterscheidung zwischen „das“ und „dass“ gehört zu den häufigsten Rechtschreibfallen im Deutschen. Dabei gibt es eine einfache Regel: Schreibt man das Wort mit langem „a“, gehört es zur Konjunktion „dass“, die einen Nebensatz einleitet. Das kurze „a“ hingegen findet sich im Artikel oder Pronomen „das“.
„Dass“ leitet einen Nebensatz ein und steht immer am Anfang – oder direkt nach einem Komma. Zum Beispiel: „Ich weiß, dass du es geschafft hast.“ Es kann niemals ein Nomen begleiten oder es ersetzen. Man kann es auch nicht durch „dieses“ oder „jenes“ ersetzen, was bei Pronomen wie „das Buch“ durchaus möglich wäre: „Ich lese das (Buch) gern.“
Ein gutes Hilfsmittel: Versuche, das Wort durch „dieses“ oder „jenes“ zu ersetzen. Klappt das, schreibt man „das“. Funktioniert es nicht, ist meist „dass“ gemeint. Auch der Klang hilft: „Dass“ mit kurzem „a“ klingt gedrückt, „das“ mit langem „a“ dagegen ausgesprochen.
Ein häufiger Fehler ist Sätze wie: „Ich denke das du recht hast.“ Richtig müsste es heißen: „Ich denke, dass du recht hast.“ Das Komma macht hier den Nebensatz deutlich – und verdeutlicht, dass „dass“ benötigt wird.
Merke dir: In vollständigen Hauptsätzen ohne Komma steht niemals „dass“. Es taucht nur am Satzanfang eines Nebensatzes oder direkt nach einem Komma auf. Mit diesen kleinen Tricks fällt die richtige Schreibweise leichter – und Texte werden auf Anhieb professioneller.
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