WM 2034: Saudi-Arabien rückt ins Rampenlicht
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 wird sehr wahrscheinlich in Saudi-Arabien stattfinden. Offiziell bestätigt ist es noch nicht, doch die Zeichen stehen eindeutig. Kein anderer Bewerber trat gegen das reiche Königreich an – eine seltene Situation bei der Ausschreibung um ein sportliches Großereignis.
Ein Turnier auf dem Silbertablett?Viele Beobachter kritisieren, dass Saudi-Arabien die WM so gut wie ohne Konkurrenz zugesprochen bekommen könnte. Seit Jahrzehnten ist es unüblich, dass ein Land ohne Gegenkandidaten ausgewählt wird. Doch die FIFA, der Weltverband, scheint mit dem Plan einverstanden. Hinter den Kulissen dürfte viel verhandelt worden sein – auch über wirtschaftliche und geopolitische Interessen.
Saudi-Arabien selbst setzt auf eine riesige Modernisierungsoffensive: neue Stadien, Hochgeschwindigkeitsstrecken, gigantische Infrastrukturprojekte. Die WM wäre ein Meilenstein im Rahmen der „Vision 2030“, mit der das Land versucht, seine Abhängigkeit vom Öl zu verringern und international aufzublühen.
Was bleibt fraglich?Trotz der sportlichen Euphorie bleiben kritische Stimmen laut. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer „Sportverklärung“ eines Landes mit eingeschränkten Freiheitsrechten. Auch die extremen Sommertemperaturen werfen Fragen auf – eine Austragung ist nur im Winter denkbar.
Für die FIFA wäre eine WM in Saudi-Arabien ein strategischer Schachzug – weg von Europa und Nordamerika, hin nach Asien und in eine neue Ära. Ob das Spiel alle vereint oder neue Spannungen schürt, wird die Zeit zeigen.
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