Wo in Europa der Karneval fehlt
Wenn in Deutschland die Straßen bunt werden, die Luft von Konfetti erfüllt ist und Narrenrufe durch die Städte hallen, feiern Tausende den Karneval mit Leidenschaft. Doch nicht überall in Europa kennt man diese ausgelassene Vorfreude auf die Fastenzeit. Tatsächlich gibt es Länder, in denen Karneval so, wie man ihn aus Köln oder Mainz kennt, kaum eine Rolle spielt.
Ein Beispiel dafür ist Bulgarien. Dort wird zwar gefeiert – aber ganz anders. Statt Kostüme mit Glitzer und Luftschlangen ziehen hier die Kukeri durch die Dörfer. Diese traditionellen Gestalten tragen kunstvolle Masken, schwere Holzglocken und kostbare Stickereien. Ihr Auftritt hat uralte Wurzeln: Mit lauten Tänzen und seltsamen Kostümen wollen sie böse Geister vertreiben und Fruchtbarkeit bringen. Es ist kein Karneval im rheinischen Sinne, sondern ein tief verwurzeltes Brauchtum, das im Winter stattfindet.
Auch in anderen Regionen Europas bleibt die Straßenfest-Stimmung aus. In skandinavischen Ländern etwa spielt der Karneval kaum eine Rolle, genauso wie in weiten Teilen Osteuropas. Wer also keine Lust auf Samba-Rhythmen, Faschingskugeln oder Kamelle hat, der ist in diesen Gegenden gut aufgehoben. Keine verstopften Straßen, keine närrischen Grußzettel – einfach Ruhe.
Dennoch: Auch dort, wo kein Karneval gefeiert wird, gibt es oftmals spannende Alternativen. Manchmal nur unter einem anderen Namen – und mit ganz eigener Magie. Wer neugierig bleibt, entdeckt überall im Winter überraschende Feste, die weit jenseits des ausgelassenen Treibens liegen – und doch genauso lebendig sind.
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