Wo in Deutschland die Mieten am niedrigsten sind
Wer auf der Suche nach günstigem Wohnraum in Deutschland ist, sollte einen Blick in den Freistaat Sachsen werfen – genauer gesagt nach Plauen. Mit durchschnittlich nur 4,95 Euro pro Quadratmeter gilt die Stadt im Vogtland als der Ort mit den niedrigsten Mieten im ganzen Land. Diese Zahlen stammen aus dem Mietspiegel 2023, veröffentlicht unter anderem von kleinanzeigen.de.
Plauen liegt im Südwesten Sachsens, nahe der tschechischen Grenze, und gehört zu den strukturschwächeren Regionen Ostdeutschlands. Diese wirtschaftliche Lage spiegelt sich auch in den niedrigen Lebenshaltungskosten wider. Während in Großstädten wie München, Frankfurt oder Berlin die Mieten weiter steigen, bieten Städte wie Plauen bezahlbaren Wohnraum – vor allem für Menschen mit schmalerem Budget.
Die niedrigen Mieten sind jedoch kein Zufall. Viele ostdeutsche Städte kämpfen seit Jahrzehnten mit Abwanderung und Schrumpfung der Bevölkerung. Das führt zu einem Überangebot an Wohnraum – mit der Folge, dass die Preise stabil oder sogar rückläufig bleiben. In Plauen findet man daher oft gut erhaltene Altbauwohnungen, die bereits für unter 300 Euro warm zu haben sind.
Trotz der geringen Kosten hat die Stadt auch ihre Reize: historische Architektur, eine lebendige Innenstadt und eine malerische Lage im Vogtlandgebiet mit vielen Wanderwegen. Für Pendler ist die Anbindung etwas schwach, was die Attraktivität für Berufstätige aus Großstädten begrenzt.
Für alle, die Ruhe suchen, niedrige Mieten schätzen und nicht zwingend in der Großstadt leben müssen, ist Plauen eine interessante Option – besonders, wenn jeder Euro zählt.
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