Woher kommt das Wort „Popel“?
Das Wort Popel klingt vielleicht etwas albern, ist aber fest in der deutschen Umgangssprache verankert. Doch woher stammt es eigentlich? Interessanterweise geht es zurück auf das altfranzösische Popèl, das so viel bedeutet wie „der ungebetene Gast“. Diese Bedeutung passt durchaus – schließlich taucht so ein Popel meist ungefragt in der Nase auf und macht sich dann breit.
Obwohl jeder schon einmal einen Popel entfernt hat, weiß man über den Hintergrund des Wortes tatsächlich nur wenig. Die Entwicklung von „Popèl“ im Altfranzösischen zum heutigen „Popel“ im Deutschen ist nicht lückenlos dokumentiert, aber sprachgeschichtlich plausibel. Im Laufe der Jahrhunderte wanderte der Begriff wohl über regionale Dialekte und mündliche Überlieferung schließlich in den alltäglichen Sprachgebrauch.
Heute wird „Popel“ meist scherzhaft verwendet – vor allem von Eltern, wenn sie über die Abenteuer kleiner Kinder im Alltag berichten. Doch auch in humorvollen Zusammenhängen bleibt die Assoziation mit dem „Eindringling“ erhalten. Schließlich ist ein Popel ja genau das: ein winziger, lästiger Besucher, der sich ohne Einladung eingenistet hat.
Das Ganze zeigt, wie lebendig und manchmal überraschend die deutsche Sprache ist. Selbst ein so unscheinbares Phänomen wie ein Nasenpopel hat eine kleine, aber feine Geschichte – und ein Wort, das über Jahrhunderte hinweg überlebt hat.
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