Welche Lautstärke ist für Hunde gefährlich?

Gerade in lauten Städten oder bei Gewittern, Baustellen oder Feuerwerk erleben viele Hundebesitzer, wie gestresst ihr Tier plötzlich wirkt. Das ist kein Zufall: Hunde haben ein besonders empfindliches Gehör und nehmen Schall viel stärker wahr als Menschen. Während wir bis etwa 20.000 Hz hören können, reicht das Hörvermögen von Hunden bis zu 45.000 Hz. Das bedeutet, dass viele Geräusche, die wir kaum bemerken, für sie schmerzhaft laut sein können.

Zu laute Geräusche können bei Hunden dauerhaften Stress auslösen – besonders wenn sie nicht entkommen können. Laut Tierveterniären und der Tierschutzombudsstelle Wien gilt bereits eine Dauerbelastung ab 85 Dezibel als schädlich, ähnlich wie beim Menschen. Doch schon viel leisere, dafür hochfrequente Töne – wie Piepsen oder Quietschen – können bei Hunden Unbehagen verursachen, weil sie in ihrem Hörbereich liegen und als bedrohlich empfunden werden.

Auch andere Tiere sind betroffen: Katzen hören bis zu 65.000 Hz, Meerschweinchen bis 42.000 Hz – noch höher als Hunde. Das zeigt, wie wichtig es ist, den Lärm in Haushalten und öffentlichen Räumen im Blick zu behalten. Ein ruhiges Zuhause kann entscheidend zur Wohlfühlatmosphäre für Vierbeiner beitragen.

Wenn sich ein Hund ängstlich verhält, die Ohren anlegt oder sich versteckt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Lärm ihn überfordert. Als Besitzer hilft es, auf solche Signale zu achten und wo möglich Ruhezonen einzurichten – besonders in stressigen Situationen wie Silvester oder Baustellen in der Nähe.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen