Woher kommt das Wort „Karneval“?

Die ausgelassene Zeit vor der Fastenzeit trägt im deutschsprachigen Raum je nach Region verschiedene Namen: Karneval, Fasching oder Fastnacht. Doch woher stammt eigentlich der Begriff „Karneval“? Eine verbreitete Theorie führt ihn auf das italienische carnevale zurück. Dieses könnte sich von der lateinischen Redewendung „carne vale“ ableiten, was sinngemäß „Fleisch, lebe wohl“ bedeutet. Damit wird der Abschied vom Fleischgenuss vor der Fastenzeit symbolisiert, die 40 Tage vor Ostern beginnt.

Die Bedeutung hinter dem Fest

Karneval ist mehr als nur eine wilde Partyphase – er hat tief verwurzelte Traditionen. In vielen katholisch geprägten Regionen wurde das Ende der Fleisch- und Genusszeit mit ausgiebigen Feiern markiert. Man aß das letzte Mal reichlich, bevor die Fastenzeit mit Enthaltsamkeit begann. In Italien, besonders in Venedig, wurde daraus ein regelrechter Festumzug mit Masken und Kostümen, der bis heute weltberühmt ist.

Im deutschen Sprachraum unterscheiden sich die Bräuche: Während im Rheinland von Karneval gesprochen wird, sagt man in Bayern und im Schwäbischen eher Fasching oder Fastnacht. Auch diese Begriffe haben vermutlich religiöse Wurzeln – „Fastnacht“ könnte sich beispielsweise direkt auf die bevorstehende „Fasten“ beziehen.

Heute feiern Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Karneval mit Umzügen, Kostümen und Musik – ganz im Geist der alten Tradition, die Abschied vom Überfluss feiert, bevor die Zeit der Besinnung beginnt.

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