Wo tut es weh bei Nierenstau? Die Anatomie des Schmerzes
Wenn der Urin nicht mehr ungehindert von der Niere zur Blase fließen kann, entsteht ein sogenannter Nierenstau (medizinisisch: Hydronephrose).
Typische Schmerzzonen im Überblick
Flankenbereich und unterer Rücken: Der Hauptschmerz sitzt klassischerweise in der Flanke – also dem seitlichen Bereich des Körpers zwischen den Rippen und dem Becken.
Ausstrahlung in den Unterbauch: Häufig ziehen die Schmerzen von der Flanke weiter nach vorne in den Unterleib oder bis in die Leistengegend.
Einseitige Beschwerden: Meistens tritt der Schmerz nur auf einer Seite auf, da oft auch nur ein Harnleiter durch einen Stein oder eine Verengung blockiert ist. Die rechte Seite ist dabei statistisch etwas häufiger betroffen.
Wie sich der Schmerz anfühlt
Die Art des Schmerzes hängt stark davon ab, wie schnell und wie stark der Harnabfluss blockiert ist.
Der akute Nierenstau: Hierbei wird der Harnleiter plötzlich komplett verschlossen.
Das führt zu dramatischen, wellenförmig auftretenden Schmerzen, die als Nierenkolik bekannt sind. Betroffene beschreiben dies oft als einen der heftigsten Schmerzen überhaupt, der unabhängig von der Körperhaltung ist und selbst im Liegen keine Linderung findet. Der chronische Nierenstau: Schleicht sich das Hindernis langsam ein, bleibt der große Notfallschmerz oft aus. Stattdessen spüren Betroffene ein dauerhaftes, dumpfes Druckgefühl oder ein Ziehen im Rücken- und Flankenbereich.
Begleitsymptome, die auf einen Nierenstau hindeuten
Da die Niere durch den Rückstau unter hohen Innendruck gerät, bleibt es selten nur beim Schmerz in der Flanke.
Haben Sie oder jemand, den Sie kennen, aktuell mit solchen spezifischen Flankenschmerzen oder Beschwerden beim Wasserlassen zu kämpfen?
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