Wie hoch sollte die Marge sein?

Die Höhe der Marge hängt stark von der Branche und der Art des Produkts ab. Während in einigen Segmenten nur schmale Gewinnspannen üblich sind, können andere deutlich höhere Margen erzielen – sowohl beim Großhandel als auch beim Einzelhandel.

Bei Schnelldrehenden Konsumgütern, wie Lebensmitteln oder Haushaltsartikeln, sind die Margen oft relativ gering. Der Vertrieb liegt hier meist zwischen 3 und 10 Prozent, während Einzelhändler mit einer Spanne von 8 bis 40 Prozent arbeiten – besonders, wenn es um Markenprodukte oder Premiumartikel geht.

Im Bereich Kleidung und Bekleidung sind deutlich höhere Margen üblich. Vertriebspartner rechnen hier mit 15 bis 30 Prozent, während Einzelhändler oft zwischen 20 und 50 Prozent erzielen. Vor allem in der Modebranche wird mit Aufschlägen gearbeitet, die sich am Image, an der Saison oder am Design orientieren.

Auch bei Elektronikartikeln wie Mobiltelefonen sind die Margen überschaubar. Sowohl Groß- als auch Einzelhandel bewegen sich hier meist in einem Rahmen von 3 bis 7 Prozent. Aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität und der oft geringen Differenzierung bleibt wenig Spielraum für größere Gewinnspannen.

Beim Automobilvertrieb liegt die Händlermarge typischerweise zwischen 5 und 15 Prozent – abhängig vom Modell, der Marke und der Nachfrage. Hier spielt auch der Service und die Finanzierung eine große Rolle beim Gesamtgewinn.

Letztlich kommt es darauf an, wo man im Wertschöpfungsketten-Modell steht und welche Werte das Produkt für den Kunden hat. Die Marge sollte immer fair, aber wirtschaftlich sinnvoll sein.

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