Kurz gesagt

Der biblische Bericht legt nahe, dass Jesus in die rechte Körperseite gestochen wurde, also aus Betrachtersicht die linke Seite.

Das Wichtigste

  • Johannes 19,33‑37 berichtet vom Stich in die Seite Jesu
  • Der Text nennt nicht explizit links oder rechts, aber Tradition sagt rechts
  • Künstlerische Darstellungen zeigen meist die rechte Seite (linke Sicht)
  • Blut und Wasser symbolisieren Eucharistie und Taufe

Nach dem Bericht im Johannesevangelium (Johannes 19,33‑37) wurde Jesus mit einem Speer in die rechte Seite seines Körpers gestochen, was aus der Sicht des Betrachters die linke Seite erscheint.

Biblische Grundlage

Der Soldat, der den Tod Jesu bestätigte, durchbohrte seine Seite, woraufhin Blut und Wasser hervorsprudelten. Der Text selbst nennt keine Himmelsrichtung, doch die meisten Auslegungen gehen von der rechten Körperseite aus.

Tradition und Ikonographie

Seit dem Mittelalter zeigen viele Kunstwerke die Wunde an Jesu rechter Seite – für den Betrachter also links. Diese Darstellung hat sich aus theologischen und künstlerischen Gründen gefestigt und wird häufig in Altargemälden und Kreuzigungsdarstellungen verwendet.

  • Die rechte Seite wird als Herzseite interpretiert, obwohl das nicht ausdrücklich im Text steht.
  • Blut und Wasser symbolisieren die Sakramente Eucharistie und Taufe.
  • Die einheitliche Ikonografie hilft Gläubigen, das Leiden Christi zu visualisieren.

Häufige Fragen

Wie wird die Seitenwunde Jesu in der Kunst dargestellt?

Künstler zeigen meist die rechte Körperseite Jesu, was für den Betrachter die linke Seite ist, und betonen das Austreten von Blut und Wasser.

Warum wird die rechte Seite gewählt, obwohl der Text keine Richtung nennt?

Die Wahl beruht auf langer Tradition und theologischer Symbolik, nicht auf einem eindeutigen biblischen Hinweis.

Was bedeuten Blut und Wasser, die aus der Wunde fließen?

Sie stehen für die Sakramente: das Blut für die Eucharistie, das Wasser für die Taufe.

Siehe auch

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