Plazentaresten nach der Geburt: Worauf Sie achten sollten
Wenn nach der Geburt noch Plazentaresten im Mutterleib verbleiben, kann das zu ernsten Komplikationen führen. Die häufigsten Anzeichen sind verstärkte oder anhaltende Blutungen in den Tagen nach der Entbindung. Normalerweise zieht sich die Gebärmutter nach der Geburt zusammen, um die Blutung zu stoppen. Sind jedoch Reste der Plazenta vorhanden, kann dies die Kontraktion behindern – das führt dazu, dass die Blutung nicht richtig abklingt.
Betroffene Frauen berichten oft von übermäßigen Blutverlusten, manchmal begleitet von Schmerzen im Unterbauch oder einem unangenehmen Geruch der Nachblutung. Auch ein leichtes Fieber kann auftreten, wenn sich eine Entzündung entwickelt. Diese Symptome sollten keinesfalls ignoriert werden, denn unbehandelt können Plazentaresten zu schweren Infektionen oder sogar einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen.
Manchmal zeigen sich die Beschwerden aber auch erst Wochen später in Form von anormalen uterinen Blutungen. Dann spricht man von sogenannten AUBs (abnormen uterinen Blutungen). In solchen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung Klarheit schaffen. Zeigt sie Reste der Plazenta an, ist oft ein medizinischer Eingriff nötig – meist eine Ausschabung – um Komplikationen zu vermeiden.
Wichtig ist: Jede Frau sollte nach der Geburt auf auffällige Veränderungen achten. Dazu gehören nicht nur starke Blutungen, sondern auch anhaltende Schmerzen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Bei solchen Anzeichen ist ein Arztbesuch dringend empfohlen. Frühzeitige Erkennung und Behandlung schützen die Gesundheit der Mutter.
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