Der Minijob: Wie viel darf man steuerfrei dazuverdienen?
Ein Minijob bietet eine hervorragende Möglichkeit, das eigene Einkommen aufzubessern, ohne dabei hohe Abgaben leisten zu müssen. Doch wo liegt eigentlich die Grenze für ein solches Beschäftigungsverhältnis?
Seit 2024 gilt in Deutschland eine neue Verdienstgrenze: Wer nicht mehr als 538 Euro im Monat verdient, arbeitet in einem klassischen Minijob. Diese Schranke hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben verschoben. Bis Ende 2023 lag das Limit noch bei 520 Euro, und vor September 2022 durfte man maximal 450 Euro monatlich einnehmen.
Der große Vorteil dieser Beschäftigungsform liegt auf der Hand: Wenn Sie innerhalb der Freigrenze bleiben, müssen Sie keine Beiträge zur Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung leisten. Auch Steuern werden nicht direkt von Ihrem Lohn abgezogen. Für Arbeitnehmer bedeutet das: Brutto ist in der Regel gleich Netto. Zu beachten ist lediglich die Rentenversicherungspflicht, von der man sich auf Wunsch jedoch einfach befreien lassen kann.
Die Dynamisierung der Verdienstgrenze orientiert sich mittlerweile am gesetzlichen Mindestlohn. Steigt der Mindestlohn, passt sich meist auch die Minijob-Grenze an, damit die zulässige monatliche Arbeitszeit stabil bleibt. Wer etwas mehr verdient, rutscht automatisch in den sogenannten Midijob-Bereich, in dem reduzierte Sozialabgaben fällig werden.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.