Wann schmilzt Wachs?

Wachs ist ein natürliches oder synthetisches Material, das aus einer Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffe besteht. Bekannt ist es vor allem durch Bienenwachs, das von Bienen zur Herstellung von Waben genutzt wird, aber auch viele andere Arten von Wachsen gibt es – etwa Paraffin oder Pflanzenwachse.

Ein charakteristisches Merkmal von Wachs ist sein Schmelzverhalten. Ab einer Temperatur von etwa 40 °C beginnt es langsam weich zu werden und geht schließlich in eine flüssige Form über. Die genaue Schmelztemperatur hängt dabei von der Zusammensetzung ab: Bienenwachs schmilzt beispielsweise zwischen 62 und 64 °C, während Paraffinwachse oft bereits bei 45–60 °C flüssig werden.

Interessant ist, dass flüssiges Wachs eine sehr niedrige Viskosität hat – es fließt also leicht, fast wie Öl. In Wasser löst es sich nicht, da es nahezu unlöslich ist. Dafür ist es gut in organischen, unpolaren Lösungsmitteln wie Benzin oder Ether löslich.

Die Fähigkeit von Wachs, bei mäßiger Hitze zu schmelzen und beim Abkühlen wieder fest zu werden, macht es besonders nützlich – etwa in der Kerzenherstellung, in der Kosmetik oder als Schutzschicht für Hölzer und Stoffe. Auch in der Lebensmittelindustrie wird Wachs verwendet, zum Beispiel zum Überziehen von Käse.

Wer also eine Kerze anzündet oder eine wasserabweisende Behandlung aufträgt, arbeitet meist mit den physikalischen Eigenschaften des Wachses – besonders mit seinem relativ niedrigen Schmelzpunkt.

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