Die Vergangenheit mit „haben“ – wie benutzt man das Perfekt richtig?
Das Verb haben ist eines der grundlegendsten Verben in der deutschen Sprache. Es drückt Besitz aus, wie in „Ich habe einen Hund“, oder wird als Hilfsverb verwendet, um die Vergangenheit – das Perfekt – zu bilden. Wenn du sagen möchtest, dass du etwas in der Vergangenheit getan oder besessen hast, verwendest du „haben“ im Perfekt: ich habe… gehabt.
Ein typisches Beispiel ist: „Ich habe Spaß gehabt.“ Hier wird deutlich, dass die Freude bereits vorbei ist, aber zur Sprache kommt, weil sie in der jüngeren Vergangenheit stattgefunden hat. Genauso sagt man: „Ich habe kein Geld gehabt“, um auszudrücken, dass einem in einer bestimmten Situation etwas gefehlt hat. Diese Form ist im Alltag besonders wichtig, weil das Perfekt im gesprochenen Deutsch viel häufiger verwendet wird als das Präteritum.
Interessant ist der Unterschied zwischen Präteritum und Perfekt. Während man im Schriftdeutsch oft „ich hatte“ sagt (Präteritum), wird im gesprochenen Deutsch deutlich lieber das Perfekt verwendet: „ich habe gehabt“. Das gilt besonders für alltägliche Aussagen. Nur bei einigen Modalverben und „sein“ drängt sich das Präteritum auch im Mündlichen durch.
Wer Deutsch lernt, sollte also wissen: Im Gespräch ist das Perfekt dein Freund. Es klingt natürlicher und wird von Muttersprachlern oft bevorzugt – besonders bei Verben wie haben, gehen, machen oder sehen. „Ich habe Spaß gehabt“ – so einfach und so typisch deutsch.
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