Haben die Bayern wirklich mehr Ferien?
Ein altes Gerücht hält sich besonders in Bayern: Dass die Schüler hier mehr Ferien hätten als in anderen Bundesländern. Doch stimmt das eigentlich? Nein – die Wahrheit ist viel einfacher.
In Wirklichkeit haben alle Schüler in Deutschland insgesamt etwa 75 Tage Ferien pro Jahr. Diese Zahl ist in den meisten Bundesländern sehr ähnlich, auch in Bayern. Der Unterschied entsteht meist nur durch zusätzliche Feiertage, wie zum Beispiel den Buß- und Bettag oder Fasching in katholischen Regionen. Diese Tage sind zwar schulfrei, zählen aber nicht als offizielle Ferienwochen.
Bayern hat oft das Pech – oder den Vorteil – als letztes Bundesland in die Ferien zu gehen. Während im Norden schon gespielt und gebadet wird, sitzen die bayerischen Schüler noch im Klassenzimmer. Das sorgt dafür, dass der Eindruck entsteht, sie hätten länger Schule – und damit weniger Ferien. Doch rechnerisch macht das am Ende des Schuljahres kaum einen Unterschied.
Die Ferien sind in Bayern dafür oft geschickt verteilt: Mit dem Osterfest im April, den langen Sommerferien ab Mitte Juli und einem kurzen Herbsturlaub im Oktober. Dazu kommen regionale Bräuche, die hier und da einen schulfreien Tag bedeuten. Aber auch das gilt für andere Bundesländer – nur eben mit anderen Feiertagen.
Am Ende bleibt: Die Bayern haben nicht wirklich mehr Ferien – aber vielleicht ein bisschen mehr Grund zum Feiern.
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