Wie sieht Asgard aus?

Im alten nordischen Glauben ist Asgard die Heimat der Götter und ein Ort voller Herrlichkeit und Macht. Beschrieben wird es als eine strahlende Stadt am Himmel, geschützt von einer riesigen Mauer und nur durch eine Brücke – die Bifröst – von Midgard, der Welt der Menschen, erreichbar.

Asgard gilt als Zentrum der göttlichen Ordnung. Inmitten der Stadt erhebt sich die berühmte Halle Walhalla, der Wohnsitz des Gottes Odin. Diese gewaltige Halle mit ihren hohen Säulen und goldenen Dächern soll so groß sein, dass sie Tausende von gefallenen Kriegern aufnehmen kann, die dort als Einherjar auf die letzte Schlacht warten.

Walhalla wird oft mit einem riesigen Speisesaal dargestellt, mit 540 Türen, durch die jeden Tag eine Armee ziehen könnte – so beschreibt es die alte Überlieferung. Hier feiern die Helden nach ihrem Heldentod im Kampf ein ewiges Fest, während draußen die Wölfe heulen und der Weltuntergang Ragnarök sich nähert.

In Asgard liegen auch andere heilige Orte: das Reich von Thor, die Halle des Friedensgottes Baldr oder der Gerichtsplatz unter dem heiligen Baum Yggdrasil. Doch Walhalla bleibt das bekannteste Symbol – ein Ort der Ehre, Tapferkeit und göttlicher Macht.

Obwohl Asgard ein mythischer Ort ist, lebt die Vorstellung davon bis heute in Geschichten, Kunst und kulturellem Erbe fort – besonders bei denen, die die Welt der Wikinger und ihre Götter bewundern.

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