Der Ursprung von Halloween: Mehr als nur Kürssee und Kostüme

Wenn Ende Oktober ausgehöhlte Kürbisse leuchten und Kinder in gruseligen Verkleidungen von Tür zu Tür ziehen, denken die wenigsten an Religion. Doch hinter dem modernen Spektakel steckt eine jahrtausendealte Geschichte, die tief im Glauben vergangener Kulturen verwurzelt ist.

Halloween hat seine eigentlichen Wurzeln in der religiösen Vorstellungswelt der Kelten. Für sie markierte der 1. November nicht nur den offiziellen Winteranfang, sondern auch den Beginn eines neuen Jahres. Gleichzeitig feierten sie an diesem Tag ein großes Erntefest namens Samhain. Es war die Zeit, in der die Vorräte für die kalten Monate gesichert wurden und der Übergang von der dunklen zur hellen Jahreszeit stattfand.

Im keltischen Glauben war die Nacht vor dem Jahreswechsel etwas ganz Besonderes: Man überzeugte sich davon, dass die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten durchlässig wurde. Die Menschen glaubten, dass die Seelen der Verstorbenen für eine Nacht auf die Erde zurückkehrten. Um böse Geister abzuschrecken oder friedlich zu stimmen, entzündete man große Lagerfeuer und stellte Speisen bereit – der Urtyp unserer heutigen Bräuche.

Mit der Ausbreitung des Christentums überschnitten sich die alten keltischen Traditionen schließlich mit dem christlichen Fest Allerheiligen (englisch All Hallows' Eve), woraus sich im Laufe der Jahrhunderte der Name Halloween entwickelte. Aus einem einst heiligen Keltentag für Ernte und Ahnengedenken ist heute ein weltweites Fest geworden – doch die spukigen Wurzeln reichen weit zurück in die Menschheitsgeschichte.

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