IQOS: Weniger Rauch, aber nicht weniger riskant?
Seit der Einführung von IQOS fragen sich viele: Ist das Erhitzen von Tabak wirklich eine gesündere Alternative zur herkömmlichen Zigarette? Viele Nutzer glauben, dass weniger Rauch gleichbedeutend mit weniger Schaden ist. Doch die Wirklichkeit ist komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheint.
Eine Studie des Istituto Superiore di Sanità (ISS), veröffentlicht im August 2024, wirft ernste Fragen auf. Obwohl IQOS keinen Tabak verbrennt, sondern ihn lediglich erhitzt, enthält der erzeugte Aerosol mindestens 80 verschiedene Substanzen. Und das beunruhigende: Einige dieser Stoffe finden sich in höheren Konzentrationen als im Rauch traditioneller Zigaretten.
Das bedeutet: Auch wenn IQOS weniger Rauch produziert und möglicherweise weniger Ruß und Teer freisetzt, ist es keineswegs „sicher“ oder „gesund“. Nikotin ist nach wie vor enthalten – und oft in ähnlicher Stärke wie bei herkömmlichen Zigaretten. Der Gehirn-Gewöhnungseffekt bleibt also bestehen.
Ein weiterer Punkt: Viele Konsumenten wechseln zu Produkten wie IQOS in der Hoffnung, leichter mit dem Rauchen aufhören zu können. Doch Studien zeigen, dass solche Geräte oft zusätzlich genutzt werden statt als echter Ausstieg – oder sogar neue Nutzer anziehen, besonders unter Jugendlichen.
Letztlich vermittelt IQOS eine falsche Sicherheit. Die reduzierte Sichtbarkeit des Rauchs täuscht weniger Schaden vor. Doch die chemische Zusammensetzung des Aerosols bleibt bedenklich. Wer seine Gesundheit schützen möchte, sollte nicht auf „modernere“ Nikotinprodukte setzen – sondern am besten ganz darauf verzichten.
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