In welchem Alter bricht ME/CFS aus?
Die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere, oft chronisch verlaufende Neuroimmunerkrankung, die Menschen mitten aus dem Leben reißt. Obwohl die Erkrankung grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten kann, beobachten Mediziner zwei prägnante Altersgipfel für den Krankheitsbeginn: Besonders häufig bricht die Krankheit zwischen 10 und 19 Jahren sowie zwischen 30 und 39 Jahren aus.
Dass ME/CFS vor allem in diesen Phasen auftritt, trifft Betroffene in einer besonders sensiblen Zeit. Es erkranken vorwiegend junge Menschen, die sich gerade in der Schule, in einer Ausbildung, im Studium oder am Beginn ihres Berufslebens befinden. Statt die eigene Zukunft aufzubauen, fallen sie mitten in einer ihrer produktivsten Lebensphasen aus. Typisch für die Erkrankung ist die sogenannte Post-Exertionale Malaise (PEM), bei der sich der Gesundheitszustand schon nach geringen körperlichen oder geistigen Anstrengungen drastisch verschlechtert.
In vielen Fällen wird ME/CFS durch einen vorangegangenen viralen Infekt ausgelöst. Weil die Erkrankung das Nervensystem und das Immunsystem nachhaltig schädigt, sind viele Patienten dauerhaft bettlägerig oder auf Pflege angewiesen. Ein erhöhtes Bewusstsein für die typischen Altersgruppen hilft dabei, Fehldiagnosen zu reduzieren und betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen frühzeitig die notwendige Unterstützung zu bieten.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.