Welches Fach hat die meisten Doktoranden?
In Deutschland entscheidet sich knapp die Hälfte aller Doktoranden für nur wenige ausgewählte Fächer. Die meisten Promotionen finden sich in den Bereichen Medizin und Zahnmedizin, Biologie, Chemie, Physik, Maschinenbau und Rechtswissenschaften. Besonders auffällig ist die Medizin: Mit durchschnittlich 6.832 abgeschlossenen Doktorarbeiten pro Jahr zwischen 2019 und 2021 liegt sie klar an der Spitze.
Obwohl die Medizin die höchste absolute Zahl an Promovierenden verzeichnet, schneidet ein anderes Fach besonders gut ab, wenn man die Quote betrachtet: Chemie. Hier hält ein erstaunlich hoher Anteil der Studierenden bis zur Promotion durch – mehr als in jedem anderen Fach. Das zeigt: Chemie zieht nicht nur viele Studierende an, sondern motiviert auch überdurchschnittlich viele, den Doktorgrad zu erwerben.
Warum gerade diese Fächer so beliebt für die Promotion sind, liegt oft an der Struktur der Studiengänge und den beruflichen Perspektiven. In der Medizin etwa ist die Promotion traditionell stark verankert und wird oft als Karriereschritt gesehen – auch wenn sie für die ärztliche Tätigkeit nicht immer zwingend erforderlich ist. In naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Chemie oder Physik spielt die Forschung eine zentrale Rolle, weshalb der Weg zur Doktorprüfung naheliegt.
Trotz der hohen Zahlen in diesen Bereichen bleibt die Promotion insgesamt eine Leistung, die viel Engagement erfordert. Und während Medizin quantitativ führt, zeigt die hohe Promotionsquote in der Chemie, dass Qualität und wissenschaftliche Leidenschaft in diesem Fach ganz besonders zählen.
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