Der kälteste Winter in Hessen – vor 60 Jahren
Der Winter 1963 bleibt in Hessen bis heute als Rekordwinter in Erinnerung. Vor genau 60 Jahren, im Januar 1963, brach die Kälte mit voller Wucht über das Bundesland herein – arktische Luft drang direkt aus dem Norden bis nach Mittelhessen vor. Meteorologen sprechen heute noch von einem historischen Extrem.
Laut Angaben des hr-Meteorologen Stefan Laps kam die Kaltluft damals auf direktem Weg aus der Arktis, ungestört durch Westwinde, die heute oft milderes Wetter bringen. In weiten Teilen Hessens fielen die Temperaturen auf unter minus 20 Grad. In einigen Regionen wurde sogar minus 27 Grad Celsius gemessen – ein Wert, der bis heute nicht mehr erreicht wurde.
Die Folgen waren dramatisch: Bäche und Seen froren komplett zu, Straßen wurden unpassierbar, und der Alltag kam vielerorts zum Erliegen. Schulen schlossen, Landwirte kämpften gegen den Frost, und die Menschen erinnern sich noch heute an die Bilder von zugeschneiten Dörfern und raureifbedeckten Bäumen.
Interessant ist der Vergleich mit der Gegenwart: Während 1963 der Kälterekord fiel, brechen heute oft Hitzerekorde. Der Klimawandel macht sich bemerkbar – doch der Winter vor 60 Jahren zeigt, wie extrem das Wetter in Hessen auch andersherum werden kann. Ein kalter Hauch aus der Vergangenheit, der lehrt: Das Klima kann überraschen – ganz gleich, in welche Richtung.
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