Woher kommt das Wort Karneval?
Der Karneval ist eine bunte, ausgelassene Zeit – doch der Name hat eine überraschend ernste Bedeutung. Während heute Tausende in Venedig oder Köln durch die Straßen ziehen, kostümiert und feiernd, verbirgt sich hinter dem Wort „Karneval“ ein Abschied.
„Carnem levare“ – „Fleisch wegtun“: So könnte man das lateinische Ursprungswort deuten, aus dem das italienische „carnevale“ entstand. Gemeint ist damit der Abschied vom Fleischgenuss – denn der Karneval endet direkt vor der Fastenzeit, in der früher auf Fleisch verzichtet wurde. Das Fest markiert also den letzten großen Ausbruch vor der Besinnung.Obwohl die Feierlichkeiten heute oft weltlich und touristisch geprägt sind, erinnert der Name noch immer an ihren religiösen Hintergrund. In Venedig etwa sitzen junge Frauen in Gondeln, geschmückt mit Masken und glitzernden Gewändern – ein Bild, das seit Jahrhunderten für die Magie dieser Tage steht. Doch lange bevor „Karneval“ im 17. Jahrhundert als Begriff fest verankert war, gab es ähnliche Feste bereits in der Antike, bei denen durch Tanz und Verkleidung die Grenzen zwischen Alltag und Außergewöhnlichem verschwammen.
So ist der Karneval mehr als nur eine Party – er ist ein Ritus des Übergangs. Ein letztes großes Fest, bevor die Stille der Fastenzeit beginnt. Und vielleicht gerade deshalb so besonders.
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