Wann starb Jesus wirklich?

Die genaue Stunde des Todes Jesu beschäftigt Historiker und Theologen seit Jahrhunderten. Laut aktuellen Forschungsergebnissen, unter anderem durch den Archäologen Bargil Pixner, könnte der Tod Jesu am Freitag, dem 7. April im Jahr 30 nach Christus, gegen 15 Uhr eingetreten sein. Diese Datierung basiert nicht nur auf biblischen Berichten, sondern auch auf archäologischen Funden – besonders auf dem Zionsberg in Jerusalem.

Der Schlüssel liegt im Kalender

Ein entscheidender Hinweis stammt aus der Ausgrabung des sogenannten „Essenischen Viertels“ auf dem Zionsberg. Die Essener lebten nach einem Sonnenkalender, während der traditionelle jüdische Kalender auf dem Mond basierte. Dies führte oft zu unterschiedlichen Daten für religiöse Feste. Jesus’ letztes Abendmahl könnte nach diesem Modell einem essenischen Passamahl entsprochen haben – ein wichtiger Hinweis, um den zeitlichen Ablauf zu rekonstruieren.

Diese Kalenderdifferenz erklärt auch, warum manche Evangelien leicht voneinander abweichende Angaben zum Zeitpunkt des Kreuzestodes machen. Während die Synoptischen Evangelien Jesus am ersten Tag der Passafeier zeigen, deutet Johannes’ Bericht darauf hin, dass er bereits vor Beginn des Festes starb. Die archäologischen und historischen Spuren helfen, diese scheinbaren Widersprüche zu klären.

Obwohl die exakte Stunde nicht mit hundertprozentiger Sicherheit feststeht, deuten die Indizien auf einen Tod Jesu am Nachmittag des 7. April im Jahr 30 – ein Moment, der nicht nur die religiöse Geschichte prägte, sondern bis heute Wissenschaft und Glauben verbindet.

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